Studieren in Sydney - Studium in New South Wales - Auslandsstudium in Australien

Studium in Australien

University of Western Sydney - Universität in Sydney
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Institut Ranke-Heinemann

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Erfahrungsberichte - University of Western Sydney / Australien


Steffen Scholz: Operations Management [7/2007 - 7/2008]
Nicole Menke: Accounting [2/2008 - 7/2008]
Christoph Monnet: Jura [3/2002 - 12/2002]

Erfahrungsbericht - Steffen Scholz



Studieren an der University of Western Sydney
von
Steffen Andreas Scholz
Master of Business (Operations Management)
2007/2008
Parramatta Campus


1. Zu meiner Person

Hallo!
Mein Name ist Steffen Scholz. Ich studiere 2007/2008 Operations Management (Master of Business) an der University of Western Sydney (UWS). Der folgende Bericht soll einen kleinen Einblick in mein Studium an der UWS und in mein Leben in Sydney geben.


2. Introduction - University of Western Sydney

Die University of Western Sydney ist eine Multi-Campus Universität mit Campusstandorten in Parramatta, Penrith, Westmead, Campeltown, Blacktown, Bankstown, Werrington. 35,000 UWS Studenten verteilen sich auf diese unterschiedlich großen Campi. Parramatta ist der größte Campus. Diese Vielzahl der Campi ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der UWS. Die UWS ist eine recht junge Uni - erst in den 80er Jahren aus verschiedenen Colleges hervorgegangen. Trotz des geringen Alters hat die Uni sich bereits einen guten Namen machen können.

Ich habe mich für Die University of Western Sydney entschieden, weil sie ein einzigartiges und innovatives Kursangebot in meinem Studienbereich (Operations Management) anbietet. Zudem liegt der Hauptcampus in Parramatta gut erreichbar in der Nähe vom Sydney CBD (Central Business District).
Die Bewerbung ging über das Institut Ranke-Heinemann relativ einfach von statten. Folgende Unterlagen habe ich nach Essen geschickt, wo sie auf Vollständigkeit überprüft wurden und danach an die Australischen Universitäten verschickt wurden:
- Antragsformular
- Notenspiegel
- Arbeitszeugnisse
- Sprachtest
Als problemlos stellte sich auch mein fehlendes Diplomzeugnis heraus. Dieses konnte ich zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Schwieriger war allerdings die Anerkennung meiner Sprachkenntnisse. Ich hatte zunächst nur eine Conditional Offer bekommen. Kann man kein vorheriges Studium im englisch-sprachigen Ausland oder Sprachtests vorweisen, wird man i.d.R. von der Uni aufgefordert, einen Sprachkurs in Australien abzulegen. Dieser geht dann dem eigentlichen Studium voraus und ist sehr kostenspielig! Nach beharrlichem Bearbeiten der zuständigen Sachbearbeiterin an der Uni, wurden meine Auslandssemester an einer Britischen Uni dann doch anerkannt. Somit stand einer Unconditional Offer nun nichts mehr im Weg. Ich hatte also die erste Lektion schon gelernt - Hartnäckigkeit zahlt sich auch in Australien aus! Jedoch sollte dies immer freundlich geschehen, und das typisch Deutsche Einfordern von Recht unterbleiben!

Nachdem ich nun endlich nach 4 Monaten meinen Offer Letter hatte, konnte ich nun endlich meine Studiengebuehren überweisen. Generell gibt es die Möglichkeiten per Kreditkarte zu bezahlen oder eine Auslandsüberweisung vorzunehmen. Da Auslandsüberweisungen sehr teuer sind und die Gebühren von Bank zu Bank sehr stark abweichen, sollte man sich über die Gebühren und anzusetzenden Wechselkurse schon gut informieren. Nach der Überweisung der Studiengebuehren erhält man die Confirmation of Enrolment. Mit der dort abgedruckten Nummer kann man nun ein Visum beantragen - Kostenpunkt etwa 450 AUD. Dieses geht relativ einfach. Wenn man sich jedoch im "falschen" Land für längere Zeit aufgehalten hat, wird eine ärztliche Untersuchung bei einem speziell designierten Facharzt notwendig. Dieses kann auch einmal gerne 160 Euro kosten. Asiatische Länder sind in der Regel "falsche" Länder. Endlich hatte ich nun auch mein Visum in der Tasche und konnte einen Flug buchen. Dieses geht auch noch kurzfristig ist dann jedoch etwas teurer.
Nach Australien fliegt u.a. die folgenden Airlines:
- Qantas
- Singapur Airlines
- Emirates
- Malaysia Air
- Thai Air
- Cathy Pacific
- British Airways
- Lufthansa


3. Wohnen & Leben
Sobald klar ist, dass man in Australien studieren wird, stellt sich die Frage, wo wohnen? Wie viele andere habe ich natürlich auch (typisch Deutsch) versucht, dieses vor der Abreise zu klären. Wie schon viele meiner Vorredner geschrieben haben SUCHT VOR ORT!. Die Wohnungssituation ist zwar angespannt, aber eine Wohngelegenheit hier in Australien kann man nicht von Fotos beurteilen! Häufig halten diese einfach nicht, was sie versprechen. Man sollte schon ca. ein bis zwei Wochen für die Wohnungssuche einplanen. In dieser Zeit kommt man am besten in einer der Jugendherbergen unter. Noch besser, wenn man schon Freunde/Bekannte vor Ort hat, bei denen man wohnen kann oder zu mindestens seine Wertsachen unterstellen kann. Mieten werden auf Wochenbasis kalkuliert und liegen in Sydney bei 150 bis 200 pro Woche + Nebenkosten (nur Strom und Gas zu bezahlen - relativ günstig). I.d.R. gibt es noch einen Monat Kaution zu hinterlegen. Diese wird häufig vom Vormieter des Zimmers einkassiert. Genauso macht man es dann bei seinem Nachmieter - Quittung geben lassen trotzdem nicht vergessen!

Aber wo sollte man denn nun wohnen?

Antwort! Das kommt auf den Campus an und was man für ein Typ man ist. Wenn man wie ich zum Parramatta Campus der Western Sydney muss, hat man mehrere Möglichkeiten! Zum einen kann man in Parramatta (oder direkter Umgebung) wohnen. Von dort kommt man recht gut per Bus zur Uni. In Parramatta ist auch am Wochenende gut was los - sprich Church Street. Es ist aber auch nicht vergleichbar mit Sydney CBD. Züge fahren tagsüber und abends regelmäßig und brauchen etwa 30-45 Minuten. Nachtbusse pendeln am Wochenende die ganze Nacht durch (meines Wissens). Mieten entsprechen etwa denen in Sydney CBD.

Wer hippe kleine Bars will, sollte nach Newtown ziehen. Hier wohnen sehr viele Studenten und es gibt unendliche viele kleine Bars. Jedoch halten die wenigsten Züge in Newtown (liegt zwischen Parramatta und Sydney). Umsteigen incl. Zeitverlust ist also unvermeidlich. Ich für meinen Teil wohne am liebsten in DER Stadt - Sydney! Ich wohne derzeit in Redfern - einem Stadtteil berüchtigt für seine Aborigini Unruhen und seine Kriminalität. Dieses kann ich jedoch nicht bestätigen, wahrscheinlich weil ich auch auf der Grenze zu Surry Hills wohne. Glebe, Redfern, Surry Hills, Rozelle halte ich für die interessantesten Vororte für Studenten. Bei der Suche sollte ihr darauf achten, dass ihr eine gute Anbindung zu öffentlich Verkehrsmitteln habt - Tag und Nacht! Überprüfen könnt ihr dieses auf der Seite des öffentlichen Nahverkehrs: www.131500.com.au

Zum Parramatta Campus kommt man generell mit drei verschiedenen Varianten:

  • den L20 Bus am Ciruclar Key oder Town Hall nehmen - langsam und teuer
  • einen beliebigen Zug nach Parramatta, von dort mit dem Bus zum Campus; schnell, aber etwas teurer da Busticket extra kostet - man kann aber auch gleich noch einkaufen im Parramatta Einkaufszentrum
  • ein Mal in der Stunde nach Clyde mit dem Zug fahren, dort umsteigen in einen anderen - am schnellsten, aber auch am flexibelsten



Wo kann ich einkaufen?

Generell gibt es 2 grosse Supermarkt ketten - Coles und Woolworth (Woolies). Beide haben ähnliche Preise und auch ein begrenztes Sortiment an günstigeren Hausmarken. Diese Supermärkte gibt es praktisch überall. Jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass jeder Meter Schleppen ein langer Meter werden kann. Aldi ist ebenfalls in Australien vertreten, jedoch häufig etwas weiter weg. Die Preise bei Aldi sind von Coles und Woolies kaum zu schlagen, jedoch meckern die Australier ganz gerne über die Aldi-Qualität.

Telefonieren?

Geht innerhalb von Australien am einfachsten mit einer Australischen Pre-paid Karte. Der Anbieter ist fast egal, Preise unterscheiden sich nicht großartig. Optus und Telstra sollen jedoch besseren Empfang im "Outback" haben, während Vodafone etwas günstiger sein soll.


4. Kursangebot/Studieren

Das Kursangebot an der UWS ist als gut zu bezeichnen. Zumindestens gilt das für den Bereich Business. Alle Hauptspezialisierungsarten sind vertreten und es gibt auch einige Spezialrichtung, die man so nicht an anderen Unis findet. Mein Bereich, Operations Management, ist hier zu nennen. Jedoch muss fairerweise gesagt werden, dass nicht alle Vorlesungen die theoretisch auf dem Papier stehen auch so angeboten werden! Einige so genannte Electives finden nur jedes 2. Halbjahr statt oder sind bereits informell aus dem Programm genommen worden.

Die Kurswahl geht ganz einfach von statten. Man meldet sich entweder vor Semesterstart mit Hilfe der Online-Plattform MySR an oder registriert sich sicherheitshalber vorher für alle interessanten Vorlesungen (Units) und besucht dann einfach die ersten Vorlesungen. Bis zum Census Day (ca. zwei bis drei Wochen nach Semesterstart) kann man Units kostenlos streichen. Die Reihenfolge in der man Core Units oder Electives belegt ist i.d.R. irrelevant. Entscheidend ist hier welche Units in welchem Semester angeboten werden. Wer sich etwas Arbeit abnehmen will kann versuchen ein Advanced Standing in einer Unit zu bekommen - sprich sich um eine Anerkennung vorheriger Studienleistungen zu bemühen und die entsprechende Unit in Australien nicht belegen und bezahlen zu müssen. Hierzu werden Unit Outlines in Englisch verlangt, die belegen, dass man große Teile des Lehrstoffs schon hatte. Erfahrungsgemäß ist ein Advanced Standing für eine Core Unit schwerer zu bekommen als für ein Elective.

Vorlesungen gestalten sich ähnlich wie in Deutschland. Fur Postgraduates finden diese meistens abends von sechs bis neun Uhr statt oder als sechswöchige Blockvorlesungen an Samstagen. Skripte müssen hier selbst ausgedruckt werden und häufig sind Zusammenfassungen von Journalartikeln oder Fallstudien für die Vorlesungen vorzubereiten. Die Vorlesungen laufen meistens sehr interaktiv und informell ab. Kleine Klassen sind die Regel - zumindest im Postgraduate Bereich.

Klausuren! In den meisten Fächern müssen auch Klausuren geschrieben werden. Das ist in Australien nicht anders als in Deutschland. Diese machen irgendwo von 50 bis 70 % der Endnote aus. Klausuren in Australien können Open Book oder auch Closed Book sein. Open Book verheißt aber leider nicht automatisch eine leichtere Klausur, sondern nur, dass man noch besser darauf vorbereitet sein muss. Der Schwierigkeitsgrad der Klausuren variiert je nach Professor. Die Notengebung leider auch! Ich habe beobachten müssen, dass die Vornoten durch Präsentationen und Hausarbeiten häufig besser sind als die späteren Klausurnoten. Hier wird wohl darauf geachtet, dass die Endnoten nicht zu gut sind.
Das Erstellen von Präsentationen und Hausarbeiten unterscheidet sich nicht wesentlich von deutschen Ansätzen. Jedoch sollte man darauf achten, dass Layout und Schreibstil dem geforderten Stil in Australien entsprechen. Ich würde das Niveau an der UWS nicht als übermäßig anspruchsvoll bezeichnen. Jedoch haben viele meiner Kommilitonen Schwierigkeiten mit akademischen Formulierungen und dem gewünschten Aufbau/Inhalt von Reports und Präsentationen gehabt. Einführungskurse zu besuchen und regelmäßig Professoren und Mitstudenten zu fragen sollte hier helfen.


5. Social Life?

Mit was für Leuten werde ich in Australien abhängen? Nun, das hängt natürlich von den persönlichen Präferenzen, dem Zufall und natürlich auch dem eignen Engagement ab. Wie an allen Unis in Australien findet man auch an der UWS zahllose chinesische und indische Studenten. Diese socializen i.d.R. nicht in dem Maße wie die "Ur-Australier" oder internationale Studenten aus den USA oder Europa. Dennoch habe ich mich im Laufe des Aufenthaltes mit einigen australischen und indischen Mitstudenten anfreunden können. Einfach mal nach den Vorlesungen auszugehen oder gemeinsam Hausarbeiten vorzubereiten hilft bei der Kontaktaufnahme ungemein. Auch in einer Multi-Kuli-WG zu wohnen kann nicht schaden. Hier sollte man sich aber über unterschiedliche Ansichten über das Zusammenleben im Klaren sein.

Weggehen ist in Sydney kein Problem! Pubs und Clubs ballen sich insbesondere in Newtown, Darling Harbour, Town Hall/Central und am Circular Key/The Rocks. Vor 10 Uhr ist der Eintritt relative problemlos und häufig kostenlos. Danach jedoch sind ein anständiges Hemd und Lederschuhe Pflicht. Auch sollte man immer seinen Führerschein oder Ausweis zwecks Altersüberprüfung dabei haben.


6. What 2 Do in den Semesterferien

Wer Im Sommersemester (Juli-Start) abfängt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach Ferien von Anfang Dezember bis Ende Februar. Diese Zeit will genutzt werden!

Zum einen kann man sich auf eine Rundreise begeben oder ein wenig Geld dazuverdienen. Jobs gibt es en masse in Sydney. Jedoch sind diese nicht immer traumhaft, sondern eher auf dem Niveau Bürohilfe anzusiedeln. 18 AUD aufwärts kann man als Stundenlohn erwarten. Verdient man nicht zu viel, ist es möglich die gezahlten Steuern am Ende des Financial Year zurückzufordern. Um arbeiten zu dürfen, benötigt man einen work permit, die man gegen 60 AUD Gebühr beim Departement of Immigration an der Central Station erhalten kann. Dann darf man vollzeit während der Semesterferien schaffen und teilzeit (20 Std pro Woche) während Vorlesungszeiten.

Wer nicht in der freien Wirtschaft arbeiten möchte, kann sich auch nach einem Projekt an der Uni umsehen. Ein solches Co-op Programm gibt auch unerfahreneren Studenten die Möglichkeit etwas zu lernen. An der UWS werden solche Jobs durch die careerhub Plattform verteilt. Die Vergütung für ein solches Projekt ist nicht vergleichbar mit einem regulaeren Job, jedoch lernt man i.d.R. mehr und hat viel mit anderen Studenten zu tun.


7. Zum Abschluss noch mal Reisen?

Wie bereits oben erwähnt sollte jeder sich Australien auch einmal als Tourist zu Gemüt führen. Populäre Reiseziele sind:

- Melbourne: Stadt und Umgebung, Great Ocean Tour, Philips Island und das Wilson Promitory
- Perth
- Darwin: Stadt und National Park
- Ayers Rock und Alice Springs als Outback Stadt
- Die Ostkueste: ab Cairns nach Süden, über Brisbane bis Sydney
- Sydney: Stadt, Blue Mountains, Hunter Valley, Straende, etc.
- Neuseeland: Nord oder Suedinsel
- Tasmanien: Wandertouren

Die Kosten für die einzelnen Trips unterscheiden sich natürlich je nach Distanz, Ansprüchen und Aktivitäten. Wer in Jugendherbergen unter kommt und selbst kocht, kann jedoch einigermaßen günstig über die Runden kommen. Man reist entweder per Bus oder Flugzeug. Zug fahren ist aufgrund der schlechten Verbindungen eher selten. Man kann sich natürlich auch ein Auto mieten, jedoch verbringt man so große Teile seines Urlaubs im Transit. Anbieter sind z.B.:
- Budget Car Rental
- Hertz
- Europcar
- Thrifty
- Etliche kleinere lokale Anbieter

Wer fliegen möchte, für denen kommen die folgenden Airlines in Frage:
- Qantas
- Virgin Blue
- Jetstar

Wer den Bus bevorzugt (i.d.R. für die Ostküstentour) der wählt typischerweise Greyhound Busse oder Premier Bus Services. Die Greyhoundbusse fahren häufiger, sind aber auch etwas teurer als Premier.

Damit bin am Ende meines kleinen Reports angekommen. Leider konnte ich nicht alles mit hinein nehmen. Vieles werdet ihr jedoch vor Ort selbst in Erfahrung bringen. Bleibt nur noch zu sagen "No worries"! Das hilft hier in Australien "heaps" weiter und ist sicherlich etwas, was der typisch Deutsche mit nach Hause nehmen kann.

Hast Du noch Fragen? Dann nicht zögern, sondern einfach über das Ranke-Heinemann Portal (4A Club) schreiben! Ich werde so gut es geht weiterhelfen!

Beste Gruesse

Steffen


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Erfahrungsbericht - Nicole Menke



1. Einleitung
Die Idee, ein Auslandssemester in Australien zu absolvieren, kam eher spontan. Zu Beginn meines Studiums in Deutschland hatte ich kein Interesse an einem Auslandssemester. Als sich das Studium dann langsam, aber sicher dem Ende zu neigen schien, viele Kommilitonen nur mit guten Erfahrungen aus dem Ausland zurückkamen, packte mich doch der Reiz, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Denn die Chance bietet sich nicht so häufig, einfach mal für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen.

Nun musste es schnell gehen… Andere planen Jahre lang und ich hatte nicht einmal ein Jahr für die Planung. Ich bewarb mich über das Institut Ranke-Heinemann (RH) für ein Auslandssemester an australischen Universitäten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Dank der Hilfe der freundlichen Mitarbeiter des Instituts RH konnte ich mich ohne großen Aufwand bzgl. Übersetzung etc. an drei australischen Universitäten bewerben. Weitere nützliche und hilfreiche Informationen findet man auf der Homepage: www.ranke-heinemann.de

Die Beantragung des Auslandsbafög hingegen nahm wohl die meiste Zeit in Anspruch und kostete mich einige Nerven. Tipp: Den Antrag so früh wie möglich stellen! Letzten Endes hat sich auch dieser Aufwand gelohnt. Auslandsbafög habe ich nicht bekommen. Aber die Studiengebühren, die erheblich höher als in Deutschland sind, wurden mir erstattet. Außerdem wurde ein Teil meiner Flugkosten übernommen.

Den DAAD-Englischtest konnte ich bei meinem Englischdozenten an meiner Fachhochschule machen. Nachdem ich die Bescheinigung des Englischtests bei dem Institut RH einreichte, folgte die Zusage der University of Western Sydney (UWS) für ein „Study-Abroad-Semester“. Somit sollte Sydney die Stadt in Australien sein, in der ich das nächste halbe Jahr verbringen würde.


2. Leben und Wohnen
Nach einem sehr langen Flug und vom Jetlag gezeichnet, machte ich mich erstmal auf die Suche nach dem Hostel, in dem ich die ersten Nächte verbringen wollte. Das Wake Up! Hostel befindet sich mitten in Sydney und ich kann es wärmstens empfehlen. Hier knüpfte ich erste Bekanntschaften und lernte dort auch meine zukünftige Mitbewohnerin kennen. Dank des Internet und eines Studentennetzwerkes habe ich schon von Deutschland aus ein Zimmer gefunden, das mir zusagte. Es war ein WG-Zimmer in Parramatta, einem Vorort von Sydney, wo sich auch der Campus der UWS befindet, an dem meine Kurse stattfinden sollten.

Parramatta liegt ca. 25 km westlich von Sydney. Mit dem Zug, Bus oder der Fähre sind die 25 km regelmäßig und bequem zurückzulegen. Der Zug ist mit ca. 25 Min. Fahrzeit das schnellste Verkehrsmittel, um in die Stadt zu gelangen. Er fährt ca. alle 15 Minuten. Die Fähre entlang des Parramatta-River ist wohl die schönste Art nach Sydney zu kommen, es dauert allerdings auch eine gute Stunde. Der Bus ist eigentlich nur in der Nacht zu empfehlen, da am Tag sehr viel Verkehr ist und es dementsprechend länger dauert. Doch zum Einkaufen und Shoppen muss man nicht unbedingt nach Sydney fahren, denn Parramatta bietet eines der größten Einkaufszentren Australiens. Das „Westfield“! Über fünf Etagen wird einem hier alles geboten, was das Herz begehrt. Bekleidungs-, Bücher- und Lebensmittelläden, Drogerien und „Food Courts“ sind nur ein Teil des zahlreichen Angebotes. Sollte einem dies nicht ausreichen, gibt es in Parramatta auch einen ALDI. ;o)

Ich wohnte in Parramatta in einer 4er WG und teilte mir ein Zimmer mit der Freundin, die ich zuvor im Hostel kennen gelernt hatte. Zunächst wollte ich alleine in das Zimmer einziehen, aber da wir uns gut verstanden, beschlossen wir, probehalber zu zweit das 9 qm Zimmer zu beziehen. Schnell stellten wir fest, dass es sich in dem Zimmer auch zu zweit wohnen lässt, und beschlossen, es dabei zu belassen. Die Entscheidung wurde nicht zuletzt auch durch den Kostenfaktor bestärkt. Denn selbst außerhalb Sydneys sind die Mieten nicht viel geringer und im Vergleich zu Deutschland doch etwas höher. Im Durchschnitt kann man mit ca. 150 bis 180 A$ pro Woche für ein Einzelzimmer rechnen. An dieser Stelle sei gesagt, dass ein Australischer Dollar zum Zeitpunkt meines Aufenthaltes umgerechnet ca. 0,60 Euro-Cent waren.

Der Wohnungsmarkt in Sydney ist sehr dynamisch. Wenn man nicht vorher schon Kontakte bzgl. einer Unterkunft knüpfen konnte, gibt es Alternativen wie z. B. www.gumtree.com.au oder das Schwarze-Brett an der Uni.

Auch beim Warten an der Fußgängerampel kann man über Wohnungs- bzw. Zimmerangebote stolpern, denn diese sind an vielen Ampeln mit kurzer Beschreibung und Kontaktdaten zu finden. Meist bestehen die Kontaktdaten aus Mobilfunknummern.

Um z. B. diese anzurufen, kann ich empfehlen, ein Mobiltelefon aus Deutschland mitzubringen, denn es gibt viele Anbieter für Prepaidkarten. Diese bekommt man problemlos an jeder Ecke. Ich persönlich entschied mich für Vodafone. Die Simkarte kostet 2 A$, diese kann man dann beispielsweise mit 29 A$ aufladen und erhält ein Guthaben von 130 A$. Durch diese Großzügigkeit (101 A$ gratis) wird das Schreiben von SMS sehr günstig und man bezahlt ca. 0,25 A$ pro SMS sowohl innerhalb Australiens, als auch ins Ausland. Das Telefonieren mit dem Mobiltelefon hingegen ist etwas teurer.

Für Festnetzgespräche z. B. nach Deutschland, gibt es aber eine Alternative. Hierfür gibt es Telefonkarten, die man mit einem Festnetztelefon abtelefonieren kann. Diese kosten i. d. R. ca. 10 A$ und nach meinen Erfahrungen kann man dafür ca. 8 Stunden nach Deutschland telefonieren. Also eine günstigere Variante, den Daheimgebliebenen über die neusten Erfahrungen zu berichten.

Genau so unkompliziert war für mich der Zugang zum World Wide Web. Gibt es noch keinen Internetanschluss in der WG und/oder die Möglichkeiten der Uni ins Internet zu gehen, reichen einem nicht aus, kann ich den Anbieter www.unwired.com.au empfehlen. Hierzu habe ich mir einen Router/Modem für 50 A$ gekauft und anschließend im Internet festgelegt, welche Datenmenge ich im Monat zum Up- und Download verbrauche und demnach in meinem Fall 50 A$ pro Monat bezahlt. Es wurde kein Vertrag abgeschlossen, somit konnte ich den Anschluss nach meinem Aufenthalt problemlos „kündigen“.

Nachdem nun die Frage des Wohnens und der Kontaktaufnahmemöglichkeiten geklärt waren, konnte ich mich auf das Studium konzentrieren.


3. Uni und Studium
Die University of Western Sydney hat sechs Standorte. Die Campi verteilen sich im Westen Sydneys und befinden sich in Bankstown, Blacktown, Campbelltown, Hawkesbury, Parramatta und Penrith . Meine Kurse fanden alle glücklicherweise am Parramatta-Campus statt, denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Campi sind beachtlich. Der Parramatta-Campus zeichnet sich durch eine sehr gute Bahn- und Busverbindung aus.

Die Universität hat mich positiv überrascht. Zunächst gab es eine Einführungsveranstaltung bzw. die „Orientation-Week“. Das sind zwei Tage, an denen man alle nötigen Informationen bekommt. Angefangen von der „Student Card“, über den Internetzugang bis hin zur Bibliotheksführung und jede Menge Infomaterial. Es ist alles sehr gut organisiert und die Mitarbeiter der Universität sind jederzeit hilfsbereit.

In der Regel belegt man an australischen Universitäten 3 bis 4 Kurse. Zum einen, weil das Studieren hier sehr viel teurer als in Deutschland ist (an der UWS zahlt man pro belegten Kurs ca. 2.500 A$). Zum anderen beschränkt man sich auf diese Kursanzahl, weil das Studieren mit wesentlich mehr Aufwand verbunden ist.

Ich entschied mich schon bei der Bewerbung für drei Kurse aus den Bereichen „Accounting“ und „Supply Chain Management“. Bei den „Accounting-Kursen" handelte es sich um „Undergraduate-Kurse“, d. h. die Kurse werden von Studierenden ohne Studienabschluss besucht. „Supply Chain Management“ war ein „Upgraduate-Kurs“, wurde also von Master-Studenten besucht, die zuvor das Diplom bzw. den Bachelor gemacht haben. Dementsprechend war das Niveau in diesem Kurs höher, jedoch machbar.

Prinzipiell unterscheiden sich die Vorlesungen und Anforderungen zu denen in Deutschland. Der Aufbau der Vorlesungen unterscheidet sich dahin gehend, dass es neben den Vorlesungen auch Tutorien gibt. In der Regel dauern die „Lectures“ (Vorlesungen) eine Stunde und die so genannten „Tutorials“ zwei Stunden. Die „Lectures“ können von allen Studierenden besucht werden und sind freiwillig. In den „Tutorials“, die aus kleinen Gruppen mit ca. 20 Studierenden bestehen, werden Gruppenaufgaben gelöst und Hausaufgaben besprochen sowie kontrolliert. Im Gegensatz zu den Lectures herrscht hier eine Anwesenheitspflicht, die sich auch auf die Endnote auswirkt.

In einem anderen Kurs gab es zusätzlich noch ein „Practical“, welches in den Computerräumen an den PC´s durchgeführt wurde, da wir dort mit Datenbanken gearbeitet haben. Auch hier zählte die Anwesenheitspflicht und die Pflicht seine Hausaufgaben wöchentlich vorzuzeigen. Weiterhin wurden 14-tätige Online-Tests durchgeführt, die auch von Zuhause aus erledigt werden konnten, sowie mehrere Gruppen- und Hausarbeiten. Auch wurden schon mitten im Semester Klausuren geschrieben, das „Mid-Term-Exam“. Somit besteht die Note für einen Kurs nicht nur aus der Note des „Final-Exams“ am Ende des Semesters, sie setzt sich vielmehr aus allen Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Tests, Präsentationen, Anwesenheit, „Mid-Term“- sowie „Final-Exam“ zusammen.

Allgemein kann ich sagen, dass die Ansprüche an Sprachkenntnis und wissenschaftliches Arbeiten gut zu erfüllen sind, allerdings der „Workload“ um einiges umfangreicher ist. Dieser erhöhte Aufwand war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber es wird aufgrund dieses kontinuierlichen Arbeitens ein besseres Lernergebnis erzielt.

Auffallend war, dass dort alles über das Internet bzw. über das „Blackboard“, zu dem jeder seinen Zugang bekam, abläuft. Auf eine lästige Zettelwirtschaft wird hier weitestgehend verzichtet. Alle Unterlagen, die für die „Lecture“, „Tutorials“, „Practicals“ etc. benötigt werden, kann man online abfragen und bei Bedarf ausdrucken. Für jeden Kurs gibt es ein „Unit-Outline“. Daraus sind alle wichtigen Informationen zur Veranstaltung zu entnehmen. Es ist genau festgelegt, wann welches Thema behandelt, wann welche Tests (z.B. Onlinetests) zu erledigen und wann welche Hausaufgaben/Hausarbeiten vorzulegen bzw. abzugeben sind.

Auffällig war der große Anteil internationaler Studierender. Viele Asiaten, Inder und Pakistani prägten das Bild. Es war ab und an eine nervenaufreibende, aber letztendlich doch positive Erfahrung in einer internationalen Gruppe zu arbeiten. Hierbei tritt z. B. deutsche Pünktlichkeit recht schnell in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz haben die Gruppenarbeiten für mich immer ein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht.

4. Sydney
Sydney ist wohl eine der schönsten Metropolen der Welt und die größte, älteste und berühmteste Australiens. Sydney ist eine sehr lebendige Stadt, bietet aber auch viele Plätze zur Erholung, wie z.B. Strände und Parks im Stadtgebiet. Der Hafen mit der Harbour Bridge und dem Opera House, sowie Hightech-Architektur und Konturen vergangener Baukunst bilden ein traumhaftes Panorama. Daneben gibt es Museen und Galerien, viele Restaurants, Bars und Cafés, sowie Märkte und Boutiquen, die Sydney zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Australiens machen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Nationalitäten verleiht Sydney eine multikulturelle Atmosphäre. Sydney ist eine großartige Stadt und für mich die schönste Australiens.


5. Reisen
Zum Reisen blieb viel zu wenig Zeit. Ich habe den Semesterbreak, sowie die Zeit vor und nach den Klausuren zum Reisen genutzt. Zuerst bin ich die Ostküste Richtung Norden bis nach Cairns gefahren und nach den Klausuren ging es auf eine Camping-Safari von Sydney ins Outback bis zum Mittelpunkt Australiens: Alice Springs.

Dabei habe ich mich auf verschiedene Arten fortbewegt. Sehr zu empfehlen sind die günstigen Inlandsflüge. Durch das Fliegen kann man in diesem weitläufigen Land weite Strecken in kurzer Zeit zurücklegen. Airlines für günstige Inlandsflüge sind z. B.: www.virginblue.com.au, www.qantas.com.au.

Hat man etwas mehr Zeit, möchte man flexibel sein, und etwas mehr von diesem atemberaubenden Land sehen, kann man auch einen Camper mieten und das Land auf eigene Faust erkunden. Campingplätze sind fast überall zu finden. Hier kann man seine Kleidung waschen und ggf. in den meist sauberen Küchen kochen.

Möchte man in einer Gruppe reisen und dabei neue Leute kennenlernen, sollte man in eines der zahlreichen Reisebüros gehen und sich dort erkundigen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Anbieter www.contiki.com gemacht. Hierbei reist man mit einem großen, klimatisierten Reisebus durch das Land und der „Tourguide“ zeigt einem die schönsten Plätze der jeweiligen Tour.

Rückblickend kann ich sagen, dass das Reisen meine schönste Zeit in Australien war. Australien hat soviel an Landschaft zu bieten. Von Strand und Meer über den Regenwald, die Snowy Mountains bis hin ins schöne Outback. Leider blieb am Ende nicht mehr die Zeit den Norden und Westen dieses wundervollen Kontinents zu sehen. Dies ist Grund genug, noch einmal nach Australien zu fliegen.

Also für alle, die es noch vor sich haben, plant genug Zeit und Geld zum Reisen ein. Es lohnt sich!


6. Fazit
Das Auslandssemester an der „UWS“ und die Zeit in Australien waren für mich die bislang schönsten Erfahrungen meines Lebens. Zunächst war es ein Sprung ins Ungewisse, aber schnell fing ich an, mich wohl zu fühlen, was nicht zuletzt an der unbefangenen, lockeren Art der Australier lag. Die Leute sind sehr freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen und der zu Beginn befürchtete Kulturschock blieb glücklicherweise aus. Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und Freunde gefunden.

Die vielen kulturellen Eindrücke und wertvollen Erfahrungen verhalfen mir zur Erweiterung des eigenen Horizonts, sowohl in privater als auch in beruflicher Hinsicht.

Mit dem Studieren, Leben und Reisen in Australien konnte ich mir einen Traum erfüllen und kann es nur jedem empfehlen, diesen Schritt zu tun. Ihr werdet es nicht bereuen. Alles in allem hatte ich eine super Zeit und der Abschied fiel sehr schwer. Aber eins steht fest: früher oder später werde ich noch einmal auf diesen einzigartigen Kontinent zurückkehren.


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Erfahrungsbericht - Christoph Monnet



Master of Laws (LL.M.) an der University of Western Sydney (UWS) Parramatta Campus


UWS

Die University of Western Sydney hat mehrere Campusanlagen die im Westen von Sydney verteilt sind: Bankstown, Blacktown, Campbelltown, Hawkesbury, Parramatta und Penrith.

Die Campusanlagen sind alle sehr unterschiedlich und jede Campusanlage hat ihren eigenen Flair. Jedoch sind, soweit ich weiß, die wichtigsten Infrastrukturen, wie z.B. PC Räume und Bibliothek, auf allen Anlagen zu finden. Natürlich haben diejenigen Anlagen, auf denen Studenten auch wohnen können, auch meistens mehr zu bieten an Unterhaltung für Studenten (wie z.B. Sport, Music, Uni-Bar, etc).

Sofern man aber nicht vor hat, auf dem Unigelände zu wohnen, ist es eigentlich fast egal wo man studiert. Wichtig ist dann eigentlich nur noch der geographische Standort der Campusanlagen im Verhältnis zum Wohnort und zur City.

Jedoch hat man meistens keine Wahl zwischen den Campusanlagen, denn viele Fächer bzw. gesamte Kurse werden nur an bestimmten Campusanlagen angeboten. Es ist wichtig, sich rechzeitig zu informieren an welcher Campusanlage man evtl. landen wird, um auch entscheiden zu können wo man wohnen will.

Die UWS liegt nicht am Strand wie etwa die UNSW und ist auch nicht so zentral wie die University of Sydney oder die UTS. Das ist einer der größten Nachteile der UWS. Dafür hat man evtl. die Möglichkeit, nicht unbedingt in der City wohnen zu müssen und kann damit ganz schön Geld sparen.

Weiterhin ist die UWS eine relativ neue Uni, sie ist noch nicht so etabliert wie die UNSW und hat dementsprechend noch kein so hohes Renommee. Ist aber auf dem besten Weg dahin.


LL.M. an der UWS

Die Juristische Fakultät der UWS steht denen der anderen Unis in nichts nach. Die Professoren sind alle sehr hoch qualifiziert und die meisten sind oder waren in dem relevanten Berufsfeld sehr erfolgreich. Insgesamt wirkt der Lehrstil sehr modern und der Stoff ist angepasst, um extrem aktuell und relevant zu sein. Keine alten, grauhaarige Professoren die jedes Semester dasselbe erzählen.

Das UWS LL.M. verlangt 8 bestandene Fächer (evtl. plus 1 Einführungsfach), die man sich individuell zusammenstellen kann. Die Auswahl ist relativ groß, mit Hang zum Wirtschaftsrecht. Es werden aber auch Fächer wie „Mediation“ und „Alternative Dispute Resolution“ angeboten. „Computer Law“ und „Electronic Financial Transactions Law“ sind zwei weitere Beispiele für sehr aktuelle und für Juristen relevante Fächer die an der UWS angeboten werden.

Jedes Fach dauert 1 Semester. Einige Fächer werden aber auch in der Sommer bzw. Winterpause angeboten. Das LL.M. an der UWS ist gut in einem Jahr zu schaffen, was ein deutlicher Vorteil der UWS ist.

Die Klassen haben meist Seminargröße und -format. Üblich sind ca. 10-20 Studenten. Viele Klassen treffen sich nur 4-5 mal im Semester, dafür dann aber fast den ganzen Tag lang, und oft am Wochenende. Es gibt aber auch welche mit 2-3 stunden jede Woche. Üblich sind, pro Fach, 1 bis 2 Aufsätze im Semester (ca. 3000 Wörter jeweils) und eine Klausur am Ende des Semesters. Manche haben darüber hinaus oder stattdessen Referate, die gehalten werden müssen oder sonstige Aufgaben. „Mediation“ verlangt z.B. die Abgabe eines selbstgedrehten Videos von einer gehaltenen Mediation (Rollenspiel natürlich).

Insgesamt hängt die Schwierigkeit des LL.M. stark von der Fächerwahl, Notenvorstellung und von den Englischkenntnissen des Studenten ab. Man überarbeitet sich nicht unbedingt, hat aber eigentlich immer genug zu tun, manchmal sehr viel und manchmal eben weniger. Da das LL.M. ein Postgraduate Kurs ist, ist es jedem selber überlassen, wie viel Arbeit man investieren will und was man daraus ziehen möchte. Das ist auch die generelle Einstellung mit denen die Professoren einem entgegenkommen.

Das Verhältnis zu den Professoren ist im Vergleich zu Deutschland sehr locker. Meist wird jeder, inklusive des Professors, mit Vornamen angesprochen und die Stimmung ist generell sehr angenehm. Die Professoren sind sehr hilfsbereit und haben immer ein offenes Ohr für evtl. Schwierigkeiten. Da es sehr viele internationale Studenten an der UWS gibt, haben sowohl die Kommilitonen als auch die Professoren für evtl. anfängliche Sprachschwierigkeiten Verständnis.

Ich bin extrem froh, an der UWS mein LL.M. gemacht zu haben. Die Fächer, die ich belegt habe und die Kontakte, die ich mit einigen Professoren geknüpft habe, haben den Verlauf meines Werdegangs stark positiv beeinflusst. Und dies in solch einer Weise, wie es an den anderen Unis in Sydney höchstwahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre.


Wohnen in Sydney

Einige Campusanlagen bieten das Wohnen auf dem Gelände an. Davon kann ich aber nur abraten. Die Zimmer sind meist sehr teuer und bieten dafür sehr wenig. Jeder sollte in der Lage sein, ein Zimmer in einer WG zu finden, für deutlich weniger als die Uni verlangt. Andererseits ist es natürlich sehr praktisch, in Sydney anzukommen und schon ein Zimmer zu haben. Trotzdem kann ich nur jedem empfehlen, nach der Ankunft erst mal für paar Tage in einem Youth Hostel oder Motel zu übernachten und sich selber eine Wohnung zu suchen. Es lohnt sich.

Wer eine Wohnung sucht, hat mehrere Möglichkeiten. Einerseits kann die Uni bei der Wohnungssuche helfen. Es hängen normalerweise Anzeigen an den Wänden von Leuten, die einen Mitbewohner suchen und die Student Association hat Listen mit Telefonnummern von Leuten, die Mitbewohner suchen. Oft kann die Uni auch bei der Zusammenstellung einer neuen WG helfen.

Sonst geht man einfach zum nächsten Immobilienmakler und kann, meistens, die in Frage kommenden Wohnungen sogar alleine besichtigen. Das schöne an dem Makler System in Australien (zumindest bei den meisten)ist, dass für den Mieter keine Kosten entstehen. Der Vermieter trägt die Kosten des Immobilienmaklers. Daher ist der Immobilienmakler eine realistische Alternative für die Wohnungssuche.

Man sollte ungefähr $100 pro Woche für ein Zimmer in einer WG rechnen. Ab $ 200 kriegt man schon eine eigene 2-3 Zimmer Wohnung. Aber die Preise sind natürlich stark von der Lage und dem Zustand der Wohnung abhängig. Nach oben gibt es kein Limit.
Die meisten Studenten wollen natürlich in der Nähe des Strands wohnen, bzw. so nah wie es geht. Das heißt meistens in oder um Bondi. Bondi ist nicht billig, sonst natürlich wunderschön und relativ zentral gelegen. Man muss sich aber bewusst sein, dass man zu den meisten UWS-Anlagen mindestens eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln braucht.

Newtown ist auch ein sehr beliebter Wohnort. Newtown ist extrem zentral gelegen, nur wenige Minuten zur Central Station und Town Hall. Es gibt hier sehr viele Studenten (University of Sydney ist in der Nähe), viele Bars, Cafes, Restaurants, Discos. Hier ist immer was los. Natürlich auch nicht immer billig.

Das Problem ist, dass UWS mehr oder weniger im Westen von Syndey ist. Die Penrith (Kingswood, Werrington), Cambelltown, und Hawkesbury Campusanlagen sind ganz schön weit weg von... allem. Wer dort landet sollte sich überlegen, evtl. etwas zentraler zu wohnen (z.B. in Parramatta) und dafür mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni zu kommen. Hängt natürlich alles davon ab wie oft man in der Woche wirklich zur Uni muss und wie weit man es zur Uni und zum Sydney Zentrum haben will.

Parramatta und Bankstown sind wahrscheinlich die zwei angenehmsten UWS-Standorte, an denen man studieren kann. Bankstown ist am nahsten zum City-Zentrum, trotzdem muss man bestimmt 20-30 min. Bahn fahren, um dahin zu kommen, wenn man in der City wohnt.

Parramatta ist mein persönlicher Favorit. Wenn man am Parramatta Campus studiert, sollte man es sich gut überlegen, ob man auch nicht gleich in Parramatta wohnen will. Parramatta ist der geographische Mittelpunkt vom Sydney Großraum. Parramatta an sich ist das zweit größte Business-Zentrum von New South Wales nach dem von Sydney. Es hat das größte Einkaufscenter der südlichen Hemisphäre und ist extrem multikulturell. Die Bahnanbindung zur Innenstadt könnte nicht besser sein: maximal 40 min, mit einen Expresszug ca. 30 min.

Parramatta ist sehr grün, hat viele Parks und den Parramatta River, der später in den Sydney Harbour mündet. Man kann auch per Fähre in die Innenstadt, dauert nur länger. Es gibt viele Cafes, Restaurants, etc... Parramatta ist eben der Zentralpunkt für den gesamten Westen von Sydney. Hier kann man sehr gut wohnen und die Preise sind noch relativ normal.

Mein Tipp: wenn’s geht, entweder in der City (Newtown, Bondi) oder in Parramatta wohnen.


Sydney Infos

Das Sydney eine außergewöhnliche Weltstadt ist, versteht sich von selbst. Hier lebt und studiert es sich sehr gut. Ich kann mir keinen Grund vorstellen, hier nicht studieren zu wollen. Da die meisten über die Stadt Sydney mehr oder weniger gut bescheid wissen (spätestens nach den Olympischen Spielen), spare ich mir hier die Standardinformationen zum Standort Sydney. Dennoch hier ein paar Infos:

- Im Winter wird es Nachts kalt. Sehr kalt. Die meisten benützen im Winter tragbare Ölheizungen, Heißluftgeräte oder Heizdecken, denn eingebaute Heizkörper gibt es so gut wie gar nicht.

- Im Sommer ist es im Westen von Sydney (z.B. Parramatta, Penrith) generell viel wärmer als an der Küste. Da kann es gut 35 Grad sein, während es in der Stadt 27 Grad sind.

- Die Sonne ist in Australien sehr stark. Auch wenn die Luft relativ kühl ist, ist es in der Sonne immer richtig warm. Nie länger als 15 min. in der Sonne stehen ohne Sonnenschutz, speziell im Sommer, speziell am Anfang des Aufenthaltes.

- Australier fahren Auto, sie laufen nicht. Und sie fahren auch kein Fahrrad. Trotzdem kann man in Sydney gut Fahrrad fahren. Man ist allerdings verpflichtet, einen Helm tragen.

- Die Zeit bei Ortsgesprächen wird nicht gestoppt, d.h. man kann für 22 Cent so lange telefonieren wie man will. Internet ist dementsprechend auch nicht teuer.

- Einige Sachen in Sydney sind teurer als in Deutschland (z.B. Milchprodukte), andere sind billiger (z.B. Elektronik). Insgesamt sind die Lebenserhaltungskosten in Sydney wahrscheinlich gleich oder leicht niedriger als in Deutschland. Wettbewerb wird jedoch in Sydney groß geschrieben und es gibt immer extrem gute Angebote.

- BYO heißt „Bring Your Own“. Viele Restaurants sparen sich die Alkohollizenz und erlauben, dass man seine eigenen alkoholischen Getränke mitbringt. Einige erlauben alles, andere nur Weinflaschen. Alkohol gibt’s nur in Bottle Shops, das sind spezielle Läden nur für alkoholische Getränke.


Wie jeder weiß hat man in Sydney schon genug zu erleben: Strände, Bridge Climb, Oper besuchen, etc... Aber man kann auch um Sydney herum viel erleben. Im Westen von Sydney sind die Blue Mountains, im Süden kann man gut tauchen gehen und man sollte auf jeden Fall mal eine Reise nördlich durch Queensland nach Cairns machen.


Viel Spaß und Erfolg,

Christoph Monnet

www.InSydney.de.vu für Fotos von UWS Parramatta und mehr...



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Bewerbung

Zuständig für Ihre Bewerbung ist das Institut Ranke-Heinemann.

Semestertermine

Semester 1/2012
Semesterbeginn:
27.02.2012
Semesterende:
01.07.2012

Semester 2/2012
Semesterbeginn:
30.07.2012
Semesterende:
02.12.2012

Fakten

Cricos code:
00917K

Anzahl Studierende:
35000

Anzahl ausländische Studierende:
3000

Stadt:
Sydney

Bundesstaat:
New South Wales

Website:
University of Western Sydney

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